Desolate Vorstellung bringt zweite Niederlage Vor zwei Wochen hatte man den TSV Motor Gispersleben noch mit einem Kantersieg deklassiert, nun sind die Frauen des SV Aufbau Altenburg auswärts selbst „unter die Räder gekommen“. Beim Rückspiel gegen die Rand-Erfurterinnen kassierte das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig eine derbe 35:24-Niederlage – bereits die zweite in der noch jungen Saison. Dabei gestaltete sich die erste Hälfte ausgeglichen. Zwar lieferten sich beide Mannschaften zunächst ein Bäumchen-wechsel-dich in der Führungsarbeit, jedoch war es bis zum 5:5 immer den Altenburgerinnen vergönnt, den knappen Ein-Tor-Vorsprung zu beanspruchen. Den ersten Bruch im Spiel gab es dann bei einer Zwei-Minuten-Strafe für Laura Winkler, die die Mannschaft scheinbar völlig aus dem Konzept zu bringen schien. Da halfen auch zwei gehaltene Siebenmeter nichts, Gispersleben setzte sich erstmals zum 9:7 ab. Während die Gastgeber nun also den Ton angaben, rannte die Aufbau-Sieben fortan dem Rückstand hinterher, war aber zumindest bis zum Pausentee beim Stand von 17:15 noch versucht, diesen möglichst gering und damit umwandelbar zu halten. Dass sich die Mannschaft in Normalverfassung bereits in den ersten 30 Minuten hätte Sicherheit holen können, sei hierbei mal nur am Rande erwähnt. Was sich die Mannschaft dann allerdings in Halbzeit zwei leistete, grenzt an Arbeitsverweigerung – oder wie es Trainer Bärbig ausdrückte: „Es war ein Debakel!“ Statt sich aufzuraffen und in den Angriffsmodus umzuschalten, regierte bei den Skatstädterinnen von nun an der Fehlerteufel. Keine Spielerin fand annähernd zu Normalform, von einem Abwehrverband zu sprechen, war schlicht nicht mehr möglich und auch im Angriffsgeschehen war mangels Bewegung kein roter Faden mehr zu erkennen. Folgerichtig setzten sich die Gisperslebener immer deutlicher Front. Über die Stationen 22:17 und 30:22 erarbeitete sich der derzeitige Tabellendritte das 34:24 auf der Anzeigetafel. Doch damit nicht genug, dass den Aufbau-Damen an diesem Tag eindeutig die Einstellung zum Spiel und zum Gegner fehlte, offenbarte sich dann spätestens drei Sekunden vor dem Abpfiff, als man den mehr als unnötigen 35. Treffer kassierte. Damit verlor das Team nicht nur zum zweiten Mal, sondern zusätzlich auch den direkten Vergleich (Hinspiel 38:28). „Ich bin total bedient über die Art und Weise wie wir uns präsentiert haben“, erklärte ein sichtlich enttäuschter Bärbig, der nun eine Reaktion der Mannschaft einfordert. Möglichkeiten dazu bieten sich einerseits im Training und andererseits am 29. Oktober im Punktspielbetrieb, wenn man auswärts auf den SV Hermsdorf trifft. Der hat bisher nur einen Sieg auf der Haben-Seite und musste sowohl gegen Jena als auch gegen Gispersleben herbe Niederlagen einstecken. Will sich das Aufbau-Team also an den momentanen Spitzenreitern der Liga, Jena, Apolda und Gispersleben, messen – und das muss man als Titelverteidiger ohne Frage – kann nichts anders als der nächste deutliche Doppelpunktgewinn das Ziel sein. Aufbau spielte mit: Nater, Heller (beide Tor), Dietrich (4 Tore), Lange (1), Winkler (4/3), Mahnstein, Pörsel, Ebersbach (5/1), Lingk (5), Vogel, Hoffmann (1) und Voigt (4)