Handball –Thüringenliga Männer

SV Aufbau Altenburg - SV BW Goldbach/Hochheim 22:22 (12:11)

Es kann vieles passieren zwischen Nikolaus und Weihnachten. Was vor knapp zwei Wochen noch ziemlich aussichtslos aussah, nämlich das Punktekonto für den Klassenerhalt, hat sich nun binnen zwei Spieltagen nahezu völlig gewandelt. Nach den Erfolg gegen das Behringer Team haben die Aufbau Männer nun gar einen sogenannten „Großen“ der Liga einen Punkt abgeknöpft und sich damit den dritten Punkt unter der Gabentisch legen können. Verantwortlich dafür allerdings weniger ein bärtige Mann mit roten Umhang, stattdessen die Altenburger Handballer selbst, die sich mit Kampf und Leidenschaft ein Unentschieden verdienten das ihnen keinesfalls leicht gemacht wurde. So sollte bereits die Anfangsphase verdeutlichen, dass hier ein ganz harter Gegner aufgelaufen war, der in dieser Saison immerhin schon 12 Punkte eingefahren hatte, mit Daniel Fekete und Marko Oluic starke individuelle Spieler und mit Florian Schneegaß den wohl besten Keeper der Liga in ihren Reihen hatten. 4:6 der Spielstand nach knapp zehn Minuten, alles schien zunächst in normalen Bahnen zu laufen. Dennoch merkte man bereits, die jungen Aufbau Wilden wollten beißen, dran bleiben, sich nicht frühzeitig abschlachten lassen. Und das sollte ihnen nun immer besser gelingen. Angeführt von einem starken Spielmacher Sascha Kranz brannte jetzt das ganze Team und entzauberte gar die Gäste zwischen der 15. und 23. Minute. Aus dem 6:8 Rückstand ballerten Bocek, Gottwald und Werrmann das Aufbau Team zur 9:8 Führung. Mittendrin und dabei überragend Schlussmann David Kießhauer, der nun einfach alles hielt was auf seinen Kasten kam. Lennart Bettels und Ansgar Gottwald erhöhten noch vor der Pause, so dass die Altenburger Führung bei Mannschaften und Fans schon mal mächtig für Aufregung sorgen sorgte. Und die zweite Spielhälfte sollte nur wenig Abkühlungspotential bereit halten, die Mannschaften nun völlig auf Augenhöhe, die Partie Spitz auf Knopf. Dabei sollten weiter vor allem die Torhüter auf beiden Seiten für Furore sorgen. David Kießhauer und Florian Schneegaß taten sich mit Wahnsinnsparaden nun gegenseitig hoch puschen “hälst Du einen Unhaltbaren, dann tue ich es auch!“ Ab der 45.Spielminute wurde es dann dramatisch. Zunächst die Rote Karte für den Goldbacher Stadelmann, der Lennart Bettels über die Klinge springen ließ. Das nutzten die Hausherren geschickt um dreimal mit jeweils vier Toren in Front zu gehen. Und ebenso viele Mal hatten sie die Gelegenheit gar auf ein fünftes und vielleicht spielentscheidendes Tor davon zu ziehen, nur leider scheiterte man dreimal in Folge vom Siebenmeterpunkt. So kam was kommen musste, der Favorit schaffte acht Minuten vor Ende den Ausgleich und ging zwei Minuten später gar 21:20 in Führung. Dann wieder der Ausgleich durch den sein bestes Saisonspiel absolvierenden Andre Werrmann und noch zwei Minuten Zeit für beide Teams. Zunächst scheiterten aber beide wieder an den Torhütern. Dann doch die Gästeführung und noch 20 Sekunden auf der Uhr. Als 18 davon abgelaufen waren und Nico Bertus nicht so richtig wußte wohin mit der Kugel , fasste er sich schließlich ein Herz und krachte das Ding einfach mal so ins Netz. Wenn vielleicht auch etwas glücklich, aber verdient hatten sich die Aufbau Männer den Punkt allemal. Nun wartet am Samstag noch ein Weihnachtsschmankl für alle Handballfans, 15.00 und 17.00 Uhr in der Süd-Ost Halle stehen die Aufbau Frauen und Männer in den Thüringer Pokalviertelfinals, und dies jeweils gegen die Teams des HSV Apolda aus der Mitteldeutschen Liga.

SV Aufbau mit: Kießhauer, Kranz (2), Bärbig (2), Bertus (5), Gottwald (4), Bauch, Betteles (3), Werrmann (6), Unger, Schäfer, Bosek (2), L.p.